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Aktuelles

Ausstellungsprogramm 2020

 

Den Auftakt in das neue Ausstellungsjahr macht vom 28. März 2020 bis zum 31. Januar 2021 die Ausstellung „Schwarz auf Weiß – Das Rätsel der Steinzeitscheiben aus dem Blautal“ im Studio Archäologie. Die im Tal der Blau bei Ehrenstein nahe Ulm gefundenen Scheiben aus Kalkstein aus dem zum UNESCO-Welterbe“Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ 6000 Jahre gehörenden alten Moordorfs werfen viele Fragen auf. Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt der rätselhaften Scheiben und geht  auch mit Hilfe der Experimentalarchäologie der spannenden Frage nach ihrer Deutung und Verwendung nach. Mit der Ausstellung „Kunst unter der Lupe“ gibt das Museum Ulm vom 25. April 2020 bis zum 13. September 2020 einen Einblick in die Arbeit der Provenienzforschung und stellt konkrete Fälle aus der Forschung vor. Sie bildet den Abschluss des von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste geförderten dreijährigen Projektes, das die Sammlungsbestände des Museums Ulm speziell aus dem Erwerbungszeitraum 1933-1945 untersuchte.

Vom 16. Mai 2020 bis zum 18. Oktober 2020 präsentiert das Museum Ulm zum großen Berblinger-Jubiläumsjahr die Ausstellung „Transhuman – Von der Prothetik zum Cyborg„.Den Flugversuch Albrecht Ludwig Berblingers ist heute weitgehen bekannt. Weitgehend unbekannt ist jedoch eine andere Erfindung des berühmten Erfinders: Albrecht Ludwig Berblinger entwickelte bewegliche Prothesen für die versehrten Soldaten der napoleonischen Kriege und erfand somit den Grundentwurf für moderne Beinprothesen. Diese medizinhistorische Erfolgsgeschichte ist für das Museum Ulm im Rahmen des Berblinger Jubiläums Anlass, sich in einer von der Bundeskulturstiftung des Bundes geförderten kunst-, kultur- und technologie-geschichtlichen Ausstellung der Komplementierung, Imitation und Verbesserung der menschlichen Natur, dem Wunschkörper und dem künstlichen Menschen zu widmen. Begleitend zum Donaufest zeigt das Museum Ulm vom 05. Juli 2020 bis zum 06. September die Ausstellung „Kunst am Strom„. Sie beschäftigt sich mit den multiplexen künstlerischen Positionen der Gegenwart, die im Donauraum vertreten sind und wird Werke von Künstlern verschiedener Generationen und Länder im Spannungsfeld zwischen kosmopolitschen Positionen und vorhandenen nationalen Bindungen präsentieren.

In einer Kabinettausstellung präsentiert das Museum Ulm vom 24. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 zum 70. Geburtstag grafische Arbeiten des aus Obermarchtal stammenden Künstlers Paco Knöller, der heute zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern seiner Generation zählt. Schon während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys erkannte Paco Knöller das Potential der Zeichnung als ein „Ur-Instrument, die Welt zu erfragen und zugleich die eigene Welt zur Anschauung zu bringen“. Im Vorfeld des 100. Geburtstags im Jahr 2021 widmet sich die Ausstellung „Joseph Beuys und das Archiv für soziale Plastik in Achberg“ vom 14. November 2020 bis 21. Februar 2021. Achberg war in den höchst virulenten 70er- und 80er-Jahren ein wichtiges Zentrum geistig-politischen Aufbruchs. Auch Joseph Beuys der wie kein anderer die soziale Frage mit der Kunstfrage verband und mit seinem Konzept der Sozialen Plastik beantwortete wirkte dort. Als einer der zentralen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts präsentiert die Einzelausstellung Objekte, Editionen, Arbeiten auf Papier und Multiples.

Im HfG-Archiv steht zu Beginn des Jahres anläßlich des 100. Geburtstagsjubiläums mit der Ausstellung „Hans Gugelot – Die Architektur des Designs“ vom 21. März 2020 bis 20. September 2020 eine  der wichtigsten Persönlichkeit der HfG im Mittelpunkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Architekt Hans Gugelot (1920-1965) ein Vorreiter des bundesdeutschen Industriedesigns. Nach seiner Auffassung hatten Designer nach vor allem eine soziale und kulturelle Verantwortung. Das HfG-Archiv zeigt an ausgewählten Beispielen wie Hans Gugelot diese Haltung in seine Entwürfe übertrug und damit zugleich Maßstäbe für kommende Generationen setzte. Vom 16. Oktober 2020 bis zum 28. Februar 2021 rückt die Ausstellung den im Jahre 1954 von Max Bill, Hans Gugelot und Paul Hildinger entworfenen „Ulmer Hocker“ in den Fokus der Aufmerksamkeit. Die Ausstellung im Studio HfG geht der Entstehung des schlicht wirkenden Möbelstücks nach, zeigt Vorläufer und spätere Verwandlungen, von bequem bis bizarr, von der Luxusvariante in Nußbaum bis zum Berliner Hocker von Van Bo Le-Mentzel.