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Geschichte des Museums Ulm und seiner Sammlungen in der Ausstellung „Eine Frage der Zeit?“

Am 4. Oktober 1925 wurde das „Museum der Stadt Ulm“ unter Gründungsdirektor Julius Baum (1882 – 1959) eröffnet. Es ging aus dem 1882 gegründeten Gewerbemuseum hervor, das die Stadt Ulm 1923 institutionell übernommen hatte. Grundstock der Museumssammlung sind neben den Objekten aus dem Gewerbemuseum auch die Bestände des seit 1841 bestehenden Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben, die ebenfalls 1923 vertraglich in den Besitz der Stadt übergingen.

Ausgehend vom Kiechelhaus, dem ehemaligen Wohn- und Geschäftsgebäude einer Ulmer Kaufmannsfamilie, in dem das Gewerbemuseum untergebrach war, wurde das Museum durch angrenzende Gebäude nach und nach räumlich erweitert. Heute besteht der Museumskomplex aus insgesamt sieben Häusern, darunter auch 1999 und 2007 errichtete Neubauten.

Seit 2017 trägt das Haus den Namen „Museum Ulm“ – zwischenzeitlich wurde es im November 1956 im Zuge umfassender Renovierungsarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg unter Direktor Herbert Pée als „Ulmer Museum“ neu eröffnet. Zu den Sammlungen der Archäologie, der Alten Kunst und der Moderne kommen auch die Bestände des Archivs der ehemaligen Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG), das seit 1993 Abteilung des Museums ist.

Einen detaillierteren Überblick über die umfangreiche Geschichte des Museums sowie die Entwicklung des HfG-Archivs bietet die ständige Ausstellung „Eine Frage der Zeit? Museum Ulm gestern, heute, morgen“, die seit Frühjahr 2020 zu sehen ist. Sie präsentiert neben der historischen Aufarbeitung einen Einblick in die umfangreichen Museumsbestände anhand von ausgewählten Objekten. Die Sammlungen, die 40.000 Jahre Kunst-, Kultur- und Designgeschichte umfassen, regen Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen an, die wiederum neue Anforderungen sowie Möglichkeiten für die Museumsarbeit entstehen lassen. Vor diesem Hintergrund nimmt die Ausstellung „Eine Frage der Zeit?“ nicht nur die Vergangenheit und die Gegenwart, sondern auch die Zukunft des Museums in den Blick. Das Museum im Allgemeinen versteht sich zunehmend als Ort, an dem Fragen gestellt und diskutiert werden können. In der Ausstellung sind Besucher*innen eingeladen, an partizipativen Stationen an Diskursen zur zukünftigen Entwicklung des Museums teilzuhaben.