Museum Ulm
Di - Fr 11-17 Uhr, Sa & So 11-18 Uhr
VeranstaltungenOtl Aicher „natürlich ist ein auto auch ein zeichen“
Vortrag

Otl Aicher „natürlich ist ein auto auch ein zeichen“

Otl Aichers Kritik am Auto – Retrospektive und Diskussion

Mit einer Retrospektive zu Otl Aichers 1984 erschienenem Buch „kritik am auto – schwierige verteidigung des autos gegen seine anbeter“ setzt das Internationale Design Zentrum Berlin IDZ seine Veranstaltungsreihe zur Initiative „otl aicher 100“ in Kooperation mit dem HfG-Archiv fort.

Unter veränderten Bedingungen gilt heute, was Otl Aicher bereits 1984 formulierte: „das konzept allein tuts offenbar nicht, um zu einem guten auto zu kommen.“ Heute beschäftigt uns die Frage, wie das Auto beschaffen sein muss, um weniger dominant zu sein im Zusammenspiel mit anderen Verkehrsmitteln, auch um stadtverträglicher zu erscheinen. Aber auch, wie sich sinnloser Verkehr vermeiden und erwünschte Mobilität ermöglichen lässt. Fragen, die auch in der Diskussionsrunde auf der Agenda stehen.

Besucher*innen können an diesem Abend Eindrücke von der Architektur der ehemaligen HfG gewinnen und sie können einige der Ausstellungstafeln von 1984 studieren, die das HfG-Archiv Ulm eigens präsentiert. Außerdem ist „delta 1“, der Prototyp eines Sportwagens aus dem Jahr 1967 im Original zu sehen. Als „studienobjekt für leichtbauprinzipien“ von Henner Werner, Michael Conrad und Detlef Unger, Absolventen der HfG Ulm geschaffen, wurde der Wagen in Otl Aichers Buch vorgestellt.

Diskussionsteilnehmer u.a. mit:

Peter Wouda, leitet das Volkswagen Group Future Center Europe in Potsdam und gestaltet mit seinem Team visionäre Studien des VW Konzerns. Er versucht aus Perspektive der Industrie Antworten für die Herausforderungen der Zukunft zu gestalten. Wouda gehört dem Vorstand des IDZ Berlin an.

Prof. Lutz Fügener, ist Studiengangsleiter Design und Mobilität am Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule Hof in Selb. Seit vielen Jahren gehört er zu den bekanntesten Lehrenden, die Automobildesigner*innen in Deutschland ausbilden. Zugleich tritt er öffentlich immer wieder mit kritischen Positionen zur Entwicklung des Autos und den Schwerpunksetzungen der Industrie in Erscheinung.

Prof. Dr.-Ing. Gebhard Wulfhorst, Inhaber des Lehrstuhls für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung an der TU München, setzt bei der Kritik an Fehlentwicklungen der Mobilität auf der Ebene von Stadt- und Verkehrsplanung an. Verkehr, der durch klug geplante Städte und Regionen gar nicht erst entsteht, verursacht auch keine unerwünschten Aspekte.

Florian Aicher berichtet zu Beginn aus seiner Mitarbeit an Ausstellung und am Buch „kritik am auto“. Zugleich versucht er Kritik, wie sie Otl Aicher 1984 formulierte, auf die gegenwärtige Szenerie zu beziehen.

Gemeinsam mit Florian Aicher moderiert der Hamburger Journalist und Kritiker Thomas Edelmann

Ort: ehemalige HfG, Am Hochsträß 8, 89081 Ulm

Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier. Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Projekts otl aicher 100″ des Internationalen Design Zentrums Berlin (IDZ) in Kooperation mit dem HfG-Archiv (IDZ)

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