Die Archäologische Sammlung
Die archäologische Abteilung des Museum Ulm umspannt einen zeitlichen Bogen von der Zeit des Neandertalers bis in das Ulm des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Absoluter Höhepunkt ist der weltweit einzigartige Löwenmensch, mit dem das Museum Ulm eines der ältesten figürlichen Schnitzwerke der Welt besitzt. Die Mensch-Tier-Skulptur aus Mammutelfenbein ist ca. 40.000 Jahre alt und wurde in der Stadel-Höhle im Lonetal entdeckt, die im Jahre 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Eine der spektakulärsten Entdeckungen der Eiszeit-Archäologie, die größte Skulptur der Eiszeit-Kunst, das älteste Abbild eines Fabelwesens, das ist der Löwenmensch aus der Stadel-Höhle im Lonetal bei Ulm, die mit insgesamt sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb als eine der wichtigsten Fundstätten menschlichen Kunstschaffens 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Die Löwenmensch-Statuette wurde vor 40.000 Jahren meisterhaft aus dem Stoßzahn eines Mammuts geschnitzt. In ihr verbinden sich Attribute des Höhlenlöwen, des gefährlichsten Raubtiers der letzten Eiszeit, mit menschlichen Merkmalen. Die fantastische Darstellung des Löwenmenschen verweist in die spirituelle Welt der Menschen der letzten Eiszeit, ein einzigartiges Relikt aus den Anfängen von Kunst und Kultur, der Ursprünge menschlichen Denkens und der Kreativität.
Die Löwenmensch-Skulptur ist das größte und mysteriöse Objekt in dem einzigartigen Ensemble von Figuren aus Mammutelfenbein, die in den Höhlen auf der Schwäbischen Alb entdeckt wurden. Sie zeugen von der herausragenden Bedeutung der Region zu Beginn der Jüngeren Altsteinzeit vor rund 40.000 Jahren und waren im Jahre 2017 maßgeblich für die Ernennung der Höhlen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die dort gefundenen geschnitzten Artefakte aus Mammutelfenbein, mit dem im Museum Ulm präsentierten Löwenmensch, stellen mithin das beeindruckendste frühe Ensemble von Kunstwerken dar die bislang entdeckt wurden.
Bitte beachten Sie: Das Museum Ulm ist derzeit wegen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen geschlossen.
Seit dem 13.12.2025 wieder zu sehen: Der Löwenmensch!
Seit 13.12.2025 ist im 1. OG der benachbarten kunsthalle weishaupt eine kleine Präsentation mit dem Titel „Fabelhaft! Der Löwenmensch und seine Nachfahren“ zu sehen. Dort ist das Kunstwerk aus der Eiszeit bis 04.10.2026 ausgestellt und bezieht zu Ende 2026 dann sein neues Zuhause in der neuen Dauerausstellung Archäologie im Museum Ulm.
Neukonzeption der Archäologischen Sammlung
Die neue Dauerausstellung Archäologie erstreckt sich über 500 qm auf drei Etagen des sanierten Gebäudeteils „Ehinger Stadel“ aus dem 15. Jahrhundert. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss nehmen wir die
Besucher*innen mit in die Zeit des Löwenmenschen und der Eiszeitkunst durch die Steinzeiten in den Höhlen
der Schwäbischen Alb und in der Pfahlbausiedlung Ehrenstein (bei Blaustein).
Hier können die Ausstellungsbesucher*innen alles rund um die 40.000 Jahre alte Figur aus dem UNESCO
Welterbe erfahren, insbesondere über die rätselhafte Entstehung sowie die spannende Entdeckungs- und Rekon-struktionsgeschichte. Außerdem können Besucher*innen nachspüren, wie das alltägliche Leben und die Umwelt der Menschen in der Vergangenheit aussahen. Im zweiten Obergeschoss können Objekte bestaunt werden,
die bei archäologischen Ausgrabungen im Ulmer Stadtgebiet und im Umland ans Licht gekommen sind.
Sie geben Einblicke in die Vergangenheit der Menschen, die hier ihre Spuren von der Steinzeit bis ins Mittelalter hinterließen.
Die Ausstellung bietet für jede Altersgruppe und für jede*n interessierte*n Besucher*in, sei es Fachpublikum, Tourist*in, Familie oder Ulmer*in Einblicke in die Besonderheiten der Archäologischen Sammlung des Museum Ulm. Atmosphärische Illustrationen, interaktive Mitmachbereiche und Medienstationen machen die Vergangen-heit und die Archäologie besonders für Familien mit Kindern erlebbar und greifbar. Viele dieser Stationen sind inklusiv gestaltet und besonders für Personen- mit Hör- und Seheinschränkungen geeignet, die mit einer Begleit-person die Ausstellung erkunden wollen.
Die Ausstellung wird kuratiert von einem 7-köpfigen Team aus den Abteilungen Archäologische Sammlung
sowie Bildung und Vermittlung des Museum Ulm. Sie wird mit dem Gestaltungsbüro BOK + Gärtner GmbH aus Münster umgesetzt. Die Eröffnung ist für Ende November 2026 geplant.
Die Neukonzeption der Archäologischen Sammlung zum UNESCO Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ im Museum Ulm ist Teil des Förderprogramms „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) “ des Bundes.



















