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Sonserausstellungen Sonserausstellungen Aktuell

Aktuell: 3. März 2018—17. Juni 2018

Zhuang Hong Yi – Flowerbeds

 

Ost und West, Tradition und Moderne, Disziplin und Freigeistigkeit: Der chinesische Künstler Zhuang Hong Yi (*1962 Sichuan/China I Lebt in Rotterdam und Peking) vereint diese scheinbaren Gegensätze nahezu mühelos und verdichtet sie in Werken, die aufgrund ihres stark haptischen, dreidimensional anmutenden Charakters und ihrer changierenden Farbverläufe weniger als Bilder denn als Wandinstallationen fungieren.

Seine Flowerbeds, gleichsam aus der Leinwand sprießende Blütenköpfe, die mal hauchzart, mal betont pastos gehalten sind, zitieren in ihrer Materialsprache aus Reispapier, Tusche und Lack das chinesische Kunsthandwerk, oszillieren stilistisch jedoch zwischen europäischem Neo-Impressionismus und westlicher Abstraktion. Essenziell für Zhuang Hong Yi Werke sind die virtuos eingearbeiteten Farbchangierungen, die beim geringsten Positionswechsel des Betrachters sofort neue Effekte und Wahrnehmungen evozieren. Damit greift Zhuang Hong Yi die Grundidee der kinetischen Kunst auf; wobei die Bewegung hier nicht vom Objekt selbst ausgeht, sondern erst durch die Aktion des Rezipienten entsteht.

Die Ausstellung wird von einem Veranstaltungsprogramm begleitet.

Aktuell: 27. Januar 2018—13. Mai 2018

Digitale Skulptur – Follow the Unknown

 

Eine Skulptur schwebt in einer digitalen Umgebung im Raum und verändert dabei ständig ihre Größe oder Oberflächenbeschaffenheit. Solch ein Bildwerk kann in der realen Welt mit ihren physikalischen Gegebenheiten nicht existieren. Diese Möglichkeiten des virtuellen Raumes bereichern das Kunstschaffen und die Innovationskraft der zeitgenössischen Künstler, die der erstmals ausgelobte Preis für digitale Skulptur des Institute of digital art an der HfK+G* Ulm honoriert, und dessen Preisträger nun in einer Ausstellung im Museum Ulm präsentiert werden.

Skulptur ist neben Malerei und Architektur eines der wichtigsten Felder der Kunstgeschichte, jedoch gelten die klassischen Definitionen und Ausprägungen von Skulptur und Plastik, die durch Abnehmen bzw. Hinzufügen physischer Materie entstehen, in digitalen Gefilden nicht mehr. 3D-Modelle erscheinen zwar in einer ähnlichen Gestalt, unterliegen aber anderen Gesetzmäßigkeiten, die es künstlerisch zu untersuchen und zu greifen gilt. In ihrer unterschiedlichen visuellen und inhaltlichen Ausrichtung thematisieren die Arbeiten jeweils essentielle Bereiche des Lebens im digitalen Zeitalter, die uns alle täglich berühren. Sie belegen zudem eine Verschränkung der virtuellen und realen Bereiche.

Die Ausstellung wird durch eine Publikation (Edition Cantz im Status Verlag / 80 S. / dt./engl. / 18 €) sowie von einem umfassenden Veranstaltungsprogramm begleitet. Den Katalog können Sie hier bestellen.

: Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Institute of digital art an der HfK+G*, Ulm