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Sonserausstellungen Sonserausstellungen Vorschau

Vorschau: 5. Mai 2018—7. Oktober 2018

Warum Kunst?

 

Eine der spektakulärsten Entdeckungen der Archäologie, die größte Skulptur der Eiszeit-Kunst, das älteste Abbild eines Fabelwesens, das ist die im Museum Ulm präsentierte 40.000 Jahre alte Löwenmensch-Skulptur aus der Stadel-Höhle im Lonetal bei Ulm, die mit insgesamt sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb als eine der wichtigsten Fundstätten menschlichen Kunstschaffens 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Die Ernennung der Höhlen der ältesten Eiszeitkunst zum Weltkulturerbe bietet den Anlass zu einer Ausstellung, die der menschheitsgeschichtlichen Frage nachgeht, worin das Bedürfnis nach künstlerischer Gestaltung begründet liegt und was Kunst für unterschiedliche Kulturnationen bis heute bedeutet. Erstmals beleuchten das Museum Ulm und die kunsthalle weishaupt in einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt die Frage nach dem Warum, nach den inneren und äußeren Antriebskräften künstlerischen Schaffens. Sie sucht Antworten auf die Frage, was der Mensch aus dem Akt des Kunstschaffens für sein Dasein dazugewinnt. Sie zeigt exponierte Positionen aus Kunstgeschichte und Gegenwart und untersucht jenseits unseres eurozentristischen Blicks die kulturinternen Kategorien außereuropäischer Kunsttraditionen.

: Die Ausstellung wird durch eine Publikation sowie von einem umfassenden Veranstaltungsprogramm begleitet

Ein Ausstellungsprojekt des Museums Ulm in Kooperation mit der kunsthalle weishaupt.

Vorschau: 14. Juli 2018—4. November 2018

WIR DEMONSTRIEREN!

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Hochschule für Gestaltung Ulm 1968

 

1968, im Jahr der Studentenrevolte, wurde die Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) geschlossen. Ein ehrgeiziges Bildungsprojekt der jungen Bundesrepublik fand damit sein Ende.

In den 1950er und 1960er Jahren hatte sich die Stadt Ulm zu einem Brennpunkt des politisch-kulturellen Lebens in der jungen Bundesrepublik entwickelt  nicht zuletzt wegen ihrer modernen Gestalterhochschule und den Impulsen, die von dort ausgingen.

Die HfG-Mitglieder hatten versucht, die Moderne in eine feste – eine gut gestalteteForm zu gießen. Sie wollten eine neue Welt schaffen, mit sozialer Gerechtigkeit und guten Lebensbedingungen in einer gut gestalteten Umwelt für alle.

Im Jahr 1968 wurde die junge Bundesrepublik nicht nur von den Studentenunruhen erschüttert. Zum ersten Mal seit Beginn des Wirtschaftswunders stagnierte auch die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig begann eine Diskussion über die Rolle des Industrie-Design in der modernen Überflussgesellschaft.

Diese Diskussion dauert bis heute an und fand auch in der HfG noch ihren ersten Niederschlag, bevor die Schule geschlossen wurde. Fünfzig Jahre danach nimmt sich die Ausstellung den Geschehnissen auf und um den Ulmer Kuhberg an.

Zur Ausstellung wird ein Begleitband erscheinen.