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Aktuell: 20. Juli 2018—28. Oktober 2018

Von Freunden für Freunde

 

Seit seiner Gründung im Jahre 1982 unterstützt der Verein der Freunde des Ulmer Museums die Direktion bei ihrer Arbeit. Eines der Ziele ist die Bereitstellung von Mitteln für den Ankauf von Kunstwerken für das Museum. So konnte das Museum Ulm bisher 33 Kunstwerke mit Hilfe des Vereins erwerben. Die Palette reicht von bedeutenden Werken Ulmer Meister des 15. Jhd., wie Martin Schaffner und Jörg Stocker, einem vergoldeten Elfenbeinhumpen des 17. Jhd. von Hans Ludwig Kienlin d.J. und Johann Ulrich Hurter, über moderne Zeichnungen und Grafiken der 1920er/30er Jahre von George Grosz, Otto Dix und Jeanne Mammen, bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten von Kiki Smith, Max Hattler und Heinz Mack.

Mit dieser kleinen Ausstellung von Ankäufen möchte das Museum Ulm zum Anlass nehmen, sich für das bürgerschaftliche Engagement zu bedanken, das sich in der mehr als 30jährigen Tätigkeit des Vereins manifestiert.

Die Website des Vereins finden Sie hier.

Aktuell: 14. Juli 2018—4. November 2018

WIR DEMONSTRIEREN!

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Hochschule für Gestaltung Ulm 1968

 

1968, im Jahr der Studentenrevolte, wurde die Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) geschlossen. Ein ehrgeiziges Bildungsprojekt der jungen Bundesrepublik fand damit sein Ende.

In den 1950er und 1960er Jahren hatte sich die Stadt Ulm zu einem Brennpunkt des politisch-kulturellen Lebens in der jungen Bundesrepublik entwickelt  nicht zuletzt wegen ihrer modernen Gestalterhochschule und den Impulsen, die von dort ausgingen.

Die HfG-Mitglieder hatten versucht, die Moderne in eine feste – eine gut gestalteteForm zu gießen. Sie wollten eine neue Welt schaffen, mit sozialer Gerechtigkeit und guten Lebensbedingungen in einer gut gestalteten Umwelt für alle.

Im Jahr 1968 wurde die junge Bundesrepublik nicht nur von den Studentenunruhen erschüttert. Zum ersten Mal seit Beginn des Wirtschaftswunders stagnierte auch die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig begann eine Diskussion über die Rolle des Industrie-Design in der modernen Überflussgesellschaft.

Diese Diskussion fand auch in der HfG noch ihren ersten Niederschlag, bevor die Schule geschlossen wurde. Sie dauert bis heute an. Fünfzig Jahre danach nimmt sich die Ausstellung den Geschehnissen auf und um den Ulmer Kuhberg an.

Zur Ausstellung erscheint ein ausführlicher Begleitband der Kuratorin Christiane Wachsmann (avedition, 296 Seiten). Den Katalog können Sie hier bestellen.

Aktuell: 7. Juli 2018—23. September 2018

22. Triennale Ulmer Kunst

 

Unter dem Eindruck der weltweit kontrovers geführten Diskussionen um die documenta 14 im Superkunstjahr 2017 und vor dem Hintergrund der Ernennung der Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb zum UNESCO-Weltkulturerbe stellen sich Museum Ulm und kunsthalle weishaupt in ihrer großen Sommerausstellung der Fragestellung Warum Kunst?.

Als weiteres Projekt dieser kultur-, epochen- und gattungsübergreifenden Ausstellung, orientiert sich auch das Motto, der vom BBK–Ulm e.V., dem Kunstverein Ulm, der Künstlergilde Ulm e.V. sowie dem Museum Ulm veranstalteten 22. Triennale Ulmer Kunst gleichernmaßen an der Frage, worin das menschliche Bedürfnis nach Gestaltung, Kunstschaffen und Kunstbetrachtung begründet liegen mag.

Künstlerinnen und Künstler internationaler, nationaler oder regionaler Herkunft, die in Ulm, Neu-Ulm, im Alb-Donau-Kreis oder im Landkreis Neu-Ulm geboren sind, leben oder arbeiten, wurden aufgerufen ihre Bewerbungen einzureichen und Werke aus den vergangenen drei Jahren den Mitgliedern einer unabhängigen Jury, bestehend aus Kunstwissenschaftlern, Künstlern und Kuratoren zu präsentieren. Unter den Bewerberinnen und Bewerbern, welche die Ulmer Künstlerszene schon seit vielen Jahren oder auch erst seit Kurzem bereichern, offenbarten sich vielfältige Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Werdegängen und Zugangsweisen zur Kunst. So führt auch die Auseinandersetzung mit jenen Positionen, die für die diesjährige Triennale ausgewählt wurden, zu überraschenden Gedanken, erstaunlichen Erkenntnissen und unerwarteten Stimmungen.

: Zur Ausstellung erscheint ein reich bebildertes Katalogbuch (96 Seiten / 14 €) mit einem Vorwort der Direktorin des Museums Ulm Dr. Stefanie Dathe. Den Katalog können Sie hier bestellen.

Aktuell: 5. Mai 2018—7. Oktober 2018

Warum Kunst?

 

Eine der spektakulärsten Entdeckungen der Archäologie, die größte Skulptur der Eiszeit-Kunst, das älteste Abbild eines Fabelwesens, das ist die im Museum Ulm präsentierte 40.000 Jahre alte Löwenmensch-Skulptur aus der Stadel-Höhle bei Ulm, die mit insgesamt sechs Höhlen auf der Schwäbischen Alb als eine der wichtigsten Fundstätten menschlichen Kunstschaffens 2017 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Die Ernennung zum Weltkulturerbe und das von der Europäischen Kommission ausgerufene Kulturerbejahr 2018 bietet den Anlass zu einer Ausstellung, die der menschheitsgeschichtlichen Frage nachspürt, worin das Bedürfnis nach künstlerischer Gestaltung begründet liegt und was Kunst für unterschiedliche Kulturnationen bis heute bedeutet. Dabei existierte Kunst auf allen Stufen der menschlichen Evolution. Sie ist Medium zur Bewusstseinserweiterung und dient dem Erkenntnisgewinn. Kunst öffnet Vorstellungswelten und Glaubensvorstellungen, sie dient der Weltaneignung und Interpretation von Wirklichkeit, sie befragt sich selbst und ihre eigenen Mittel, verleiht dem Ich einen besonderen Ausdruck und macht Sinnes- und Wahrnehmungsphänomene erfahrbar.

Die Ausstellung in der kunsthalle weishaupt und dem Museum Ulm beleuchtet die Frage nach dem Warum, nach den inneren und äußeren Antriebskräften künstlerischen Gestaltens. Sie sucht Antworten auf die Frage, was der Mensch aus dem freiheitlichen Akt des Kunstschaffens für sein Dasein dazugewinnt. Jenseits stilgeschichtlicher Kategorisierungen spürt sie Wesen, Zweck und Funktionen von Kunst nach. Sie zeigt exemplarische Positionen aus Kunstgeschichte und Gegenwart. Und sie untersucht jenseits eines eurozentristischen Blicks die kulturinternen Kategorien außereuropäischer Kunsttraditionen.

In Ergänzung eines mehrjährigen Forschungsprozesses zur Historie der Migration in Ulm nach 1945 bezieht die Ausstellung in der kunsthalle weishaupt zudem in einem partizipatorischen Projekt des Künstlers Konstantin Felker (*1980) internationale Bevölkerungskreise ein. Als Orte der Begegnung und des kulturellen Austausches soll in der kunsthalle weishaupt und im Museum Ulm darüber hinaus mit der Ausstellung nicht nur die Frage thematisiert werden, welche Rolle die Kunst als Moment der gesellschaftlichen und historischen Identifikation in einer Welt zunehmender Ungewissheiten übernimmt und übernehmen kann, sondern auch ein Diskurs über die Zukunft des Museums angeregt werden.

: Zur Ausstellung wird eine umfangreich bebilderte Publikation mit Aufsätzen von Prof. Dr. Karin Dannecker, Dr. Stefanie Dathe, Prof. Dr. Tilman Allert und Dr. Wolfgang Ullrich erscheinen

Mit freundlicher Unterstützung:

Einen Fernsehbericht der SWR-Kultursendung KUNSCHT! vom 03. Mai 2018 zur Ausstellung finden Sie hier zum Wiedersehen: