Museum Ulm Logo Museum Ulm Logo Museum Ulm

Sonserausstellungen Sonserausstellungen Ausstellungen

Aktuell: 3. Februar 2018—18. März 2018

Between Chairs

 

Im Sommer 1965 unterrichtete Hans Gugelot (1920 – 1965), der bereits 1954 von Max Bill als Dozent an der HfG Ulm berufen wurde, am National Institut of Design (NID) in Ahmedabad, Indien. Gemeinsam mit dem indischen Designer Gajanan Upadhyay und Studierenden entwirft er eine Sitzkombination: die India Lounge, auch 24/42 Sessel genannt, ein Beispiel für das Zusammenwirken zweier Design-Ansätze, das Systemdesigns der Hochschule in Ulm und dem Low Cost Design aus Ahmedabad.

Die Kombination, gefertigt aus Teakholz und indischem Stoff, greift in Material und Herstellung auf lokale Handwerkstraditionen zurück und verbindet diese mit zeitgenössischem Design. Die Zusammenarbeit in dieser Sommerwerkstatt ist schon damals Teil eines internationalen Netzwerkes und spiegelt das Anliegen eines modernen Indiens wieder, aus dem heraus die National Institute of Design gegründet worden ist. Eine Schule, die im Lehrplan bewusst auch auf eigene Kulturen zurückgriff.

Das Bauhaus Lab 2017, eine von der Stiftung Bauhaus Dessau getragene Sommerschule für junge Gestalter und Kuratoren, widmete sich 2017 dem India Lounge Chair, den Hans Gugelot in Ahmedabad entwarf. Die aus dem Projekt entwickelte Ausstellung wurde zunächst im Sommer/Herbst 2017 im Bauhaus-Gebäude in Dessau gezeigt und wird nun in einer Studioausstellung im HfG-Archiv präsentiert.

Die Ausstellung wird durch eine Publikation und einem Veranstaltungsprogramm begleitet.

: Ein Ausstellungsprojekt des Bauhaus Lab der Stiftung Bauhaus Dessau in Zusammenarbeit mit dem HfG-Archiv Ulm

Aktuell: 27. Januar 2018—13. Mai 2018

Digitale Skulptur – Follow the Unknown

 

Eine Skulptur schwebt in einer digitalen Umgebung im Raum und verändert dabei ständig ihre Größe oder Oberflächenbeschaffenheit. Solch ein Bildwerk kann in der realen Welt mit ihren physikalischen Gegebenheiten nicht existieren. Diese Möglichkeiten des virtuellen Raumes bereichern das Kunstschaffen und die Innovationskraft der zeitgenössischen Künstler, die der erstmals ausgelobte Preis für digitale Skulptur des Institute of digital art an der HfK+G* Ulm honoriert, und dessen Preisträger nun in einer Ausstellung im Museum Ulm präsentiert werden.

Skulptur ist neben Malerei und Architektur eines der wichtigsten Felder der Kunstgeschichte, jedoch gelten die klassischen Definitionen und Ausprägungen von Skulptur und Plastik, die durch Abnehmen bzw. Hinzufügen physischer Materie entstehen, in digitalen Gefilden nicht mehr. 3D-Modelle erscheinen zwar in einer ähnlichen Gestalt, unterliegen aber anderen Gesetzmäßigkeiten, die es künstlerisch zu untersuchen und zu greifen gilt. In ihrer unterschiedlichen visuellen und inhaltlichen Ausrichtung thematisieren die Arbeiten jeweils essentielle Bereiche des Lebens im digitalen Zeitalter, die uns alle täglich berühren. Sie belegen zudem eine Verschränkung der virtuellen und realen Bereiche.

Die Ausstellung wird durch eine Publikation (Edition Cantz im Status Verlag / 80 S. / dt./engl. / 18 €) sowie von einem umfassenden Veranstaltungsprogramm begleitet. Den Katalog können Sie hier bestellen.

: Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Institute of digital art an der HfK+G*, Ulm

 

 

Aktuell: 25. November 2017—8. April 2018

41 Minuten – Auf archäologischem Gleis über die Schwäbische Alb

 

41 Minuten – das ist mit Inbetriebnahme der ICE—Neubaustrecke künftig die Fahrtzeit im Regionalverkehr zwischen Ulm und Stuttgart. Bei großflächigen Ausgrabungen, die parallel zu den Baumaßnahmen stattgefunden haben, sind einzigartige Ergebnisse zur Besiedlungsgeschichte der Schwäbischen Alb von der Steinzeit bis in das Mittelalter ans Tageslicht gekommen, die mit der Sonderausstellung im Museum Ulm erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden können.

Die Forscher stießen bei ihren Untersuchungen auf Überreste von Siedlungen, Gräbern und Verkehrswegen aus nahezu allen Epochen von der Jungsteinzeit des 6. Jahrtausends v. Chr. über die keltische und römische Zeit bis in das Hohe Mittelalter. Dabei wurde deutlich, dass sich unsere modernen Mobilitätswege offenbar an Verkehrsachsen orientieren, die Jahrtausende zurückreichen.

Die Ausstellung präsentiert archäologische Fundstücke aus 7 Jahrtausenden von der Jungsteinzeit bis in das Mittelalter. Ergänzt werden die Ergebnisse der Albtrassengrabung um Funde und Befunde vom weiteren Streckenverlauf der ICE—Trasse über Wendlingen bis nach Stuttgart. Auch dort kamen bei den Arbeiten zur Tieferlegung des Hauptbahnhofs (S 21)  archäologische Zeugnisse von der Steinzeit bis in das Frühmittelalter zu Tage.

Die Ausstellung wird durch eine Publikation (144 S. mit wissenschaftlichen Beiträgen und zahlreichen Abbildungen, Thorbecke Verlag, ist an der Museumskasse zu 18 € und im Buchhandel zu 20 € erhältlich), einer Kinder-Detektivbroschüre sowie von einem umfassenden Veranstaltungsprogramm begleitet. Den Katalog können Sie hier bestellen.

: Ein Ausstellungsprojekt des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und des Museums Ulm.

Einen Fernsehbeitrag von SWR Aktuell vom 02.11.17 zur Ausstellung finden Sie hier: