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Aktuell: 12. Oktober 2018—22. April 2019

Studio Restaurierung: Vorhang auf für Magdalene Besserer

Restaurierung eines Portraits aus dem Jahr 1630

Anlässlich des Europäischen Tags der Restaurierung am 14. Oktober 2018 eröffnet das Museum Ulm die neu eingerichtete Studioausstellung Restaurierung. In wechselnden Präsentationen werden dort aktuelle Restaurierungsprojekte vorgestellt. Die Ausstellungsreihe startet mit dem Portrait der Ulmerin Magdalene Besserer, geb. Kiechel, das Andreas Schuch zugeschrieben wird. 2015 wurde es von der Restaurierungs-Studentin Christiane Kritzer als Studienarbeit restauriert.

Die Ausstellung veranschaulicht anhand des Ölgemäldes aus dem Jahr 1630 einzelne Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen und stellt das Kunstwerk einem unrestaurierten Portrait der Zeit gegenüber. Der zerstörte grüne Vorhang im Portrait der Magdalene Besserer wurde etwa mit Kupfergrün (Grünspan) rekonstruiert. Wie man dieses historische Pigment herstellt, dokumentiert ein Schülerexperiment.

Die Ausstellung wird kuratiert durch Evamaria Popp, Restauratorin (Museum Ulm).

Aktuell: 20. Juli 2018—28. Oktober 2018

Von Freunden für Freunde

 

Seit seiner Gründung im Jahre 1982 unterstützt der Verein der Freunde des Ulmer Museums die Direktion bei ihrer Arbeit. Eines der Ziele ist die Bereitstellung von Mitteln für den Ankauf von Kunstwerken für das Museum. So konnte das Museum Ulm bisher 33 Kunstwerke mit Hilfe des Vereins erwerben. Die Palette reicht von bedeutenden Werken Ulmer Meister des 15. Jhd., wie Martin Schaffner und Jörg Stocker, einem vergoldeten Elfenbeinhumpen des 17. Jhd. von Hans Ludwig Kienlin d.J. und Johann Ulrich Hurter, über moderne Zeichnungen und Grafiken der 1920er/30er Jahre von George Grosz, Otto Dix und Jeanne Mammen, bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten von Kiki Smith, Max Hattler und Heinz Mack.

Mit dieser kleinen Ausstellung von Ankäufen möchte das Museum Ulm zum Anlass nehmen, sich für das bürgerschaftliche Engagement zu bedanken, das sich in der mehr als 30jährigen Tätigkeit des Vereins manifestiert.

Die Website des Vereins finden Sie hier.

Aktuell: 14. Juli 2018—25. November 2018

WIR DEMONSTRIEREN!

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Hochschule für Gestaltung Ulm 1968

 

1968, im Jahr der Studentenrevolte, wurde die Ulmer Hochschule für Gestaltung (HfG) geschlossen. Ein ehrgeiziges Bildungsprojekt der jungen Bundesrepublik fand damit sein Ende.

In den 1950er und 1960er Jahren hatte sich die Stadt Ulm zu einem Brennpunkt des politisch-kulturellen Lebens in der jungen Bundesrepublik entwickelt  nicht zuletzt wegen ihrer modernen Gestalterhochschule und den Impulsen, die von dort ausgingen.

Die HfG-Mitglieder hatten versucht, die Moderne in eine feste – eine gut gestalteteForm zu gießen. Sie wollten eine neue Welt schaffen, mit sozialer Gerechtigkeit und guten Lebensbedingungen in einer gut gestalteten Umwelt für alle.

Im Jahr 1968 wurde die junge Bundesrepublik nicht nur von den Studentenunruhen erschüttert. Zum ersten Mal seit Beginn des Wirtschaftswunders stagnierte auch die wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig begann eine Diskussion über die Rolle des Industrie-Design in der modernen Überflussgesellschaft.

Diese Diskussion fand auch in der HfG noch ihren ersten Niederschlag, bevor die Schule geschlossen wurde. Sie dauert bis heute an. Fünfzig Jahre danach nimmt sich die Ausstellung den Geschehnissen auf und um den Ulmer Kuhberg an.

Zur Ausstellung erscheint ein ausführlicher Begleitband der Kuratorin Christiane Wachsmann (avedition, 296 Seiten). Den Katalog können Sie hier bestellen.