Schöne Ulmerin ist auf Reisen
Ein Highlight der Alten Sammlung wechselt von der Donau an den Main: Die spätgotische Halbfigur einer jungen Frau in prunkvoller Kleidung, besser bekannt als die „Schöne Ulmerin“, ist bis Ende 2028 in Frankfurt zu sehen. Das um 1475 entstandene Werk des Bildhauers Michel Erhart befindet sich seit Dezember in der Liebieghaus Skulpturensammlung. Dort wird die Figur zunächst eingehend werktechnisch untersucht, bevor sie einen festen Platz in der Dauerausstellung erhält.
Zwischendurch stattet die Ulmerin auch dem benachbarten Städel Museum einen Besuch ab: Als Leihgabe ist sie Teil der Ausstellung „Maria Magdalena: Sin. Pray. Love“ (17. Sept. 2026 − 17. Jan. 2027)
Dass die „Schöne Ulmerin“ ihre Heimatstadt verlässt, ist eine Seltenheit. Die derzeitige Schließung des Museums Ulm macht diese Ausnahme möglich und sorgt zugleich dafür, dass das Werk weiterhin öffentlich zugänglich bleibt. Im Liebieghaus trifft die Dame zudem auf vertraute Gesellschaft − auf weitere Skulpturen der Ulmer Spätgotik ebenso wie auf altbekannte Menschen: Der frühere Ulmer Kurator Stefan Roller und der Restaurator Harald Theiss haben sich bei einer großen Ausstellung zu Jörg Syrlin d. Ä. und Michel Erhart intensiv mit der Ulmer Bildhauerei − und mit der „Schönen Ulmerin“ − beschäftigt.















