„Blümchensex“ – Öffentliche Exkursion des Naturmuseum – Ökologie und bestäubungsbiologische Anpassungen bei Blütenpflanzen
Öffentliche Exkursion „Blümchensex“ – Ökologie und bestäubungsbiologische Anpassungen bei Blütenpflanzen
Wie kein anderes Gebiet der Biologie zeigt die Blütenökologie die innige Verbindung zwischen Tieren und Pflanzen. Ausgehend von einfachen Scheibenblumen haben sich im Laufe der Evolution zunehmend differenziertere gestalterische Anpassungen zwischen Insekten und Blüten entwickelt. Bei den entwicklungsgeschichtlich jungen Orchideen findet man so enge Verbindungen, dass sich oft nur noch eine einzige Bestäuberart einfindet. Andere Arten sichern durch geschickte Bewegungen und zeitlich gestaffelte Reife ihrer Blütenorgane die zum langfristigen Erhalt und zur Weiterentwicklung notwendige Fremdbestäubung. Auch die evolutiv alte und energetisch aufwendige, aber zuverlässige Möglichkeit der Windbestäubung wurde von einigen Artengruppen erneut gewählt, die junge und erfolgreiche Gruppe der Gräser verzichtet fast vollständig auf bestäubende Insekten.
In der Exkursion werden Aufbau und Funktion unterschiedlicher Blütentypen sowie deren geschickt konstruierte Mechanismen unter Ausnutzung von Raum, Zeit und Insekt zur Herbeiführung der Fremdbestäubung gezeigt und ihre Besonderheiten am Standort erklärt.
Die Exkursion des Freundeskreises des Naturmuseum am 19.06.26 ist ein gesonderter Termin, wird sich aber mit demselben Thema beschäftigen.
Wann: 27.06.2026, 17:00 – 20:00 Uhr
Wo: Örlinger Tal, Ulm, Treffpunkt in der Kleingartenanlage; keine Parkmöglichkeiten vorhanden!
Teilnahmebedingungen: Anmeldung unter namu@ulm.de, Kosten 10 €.















