Museum Ulm
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SonderausstellungenEin Woodstock der Ideen – Joseph Beuys, Achberg und der deutsche Süden
23. Januar 2021—4. Juli 2021

Ein Woodstock der Ideen - Joseph Beuys, Achberg und der deutsche Süden: ! verlängert bis 04. Juli 2021

Anlässlich des 100. Geburtstagsjubiläums von Joseph Beuys im Jahr 2021 widmen das Museum Ulm und die Kunsthalle Vogelmann Heilbronn (24. Juli bis 07. November 2021) dem Jahrhundertkünstler ein gemeinsames Ausstellungsprojekt. Dabei steht Joseph Beuys nicht nur als herausragende Künstlerpersönlichkeit, sondern vornehmlich auch als politische Person im Fokus sowie seine besondere und spezielle Verbindung zum deutschen Südwesten. So bezog Joseph Beuys den Filz für seine Objekte in Giengen an der Brenz und in Wangen im Allgäu wurde seine berühmte Honigpumpe für die documenta 6 hergestellt. Die Beziehung des Künstlers zum deutschen Süden wird insbesondere auch durch die erstmalige Auswertung des Joseph Beuys-Archivs des Autors, Verlegers und Publizisten Rainer Rappmann mit Briefen, Ton-, Bild- und Filmdokumenten in Zusammenhang mit dem Internationalen Kulturzentrum Achberg (INKA) intensiv beleuchtet.

Das vor 50 Jahren gegründete INKA galt in den 1970er- und 80er-Jahren als ein wichtiges Zentrum des geistig-politischen Aufbruchs in Deutschland. Hier trat Joseph Beuys jährlich auf und arbeitete im Sinne seiner Idee der „Sozialen Plastik“. Sein erweiterter Kunstbegriff ist auch besonders geeignet, um das 75-jährige Jubiläum der ersten freien Kommunalwahlen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zu würdigen und mithin in einem umfangreichen Begleitprogramm aktuelle Fragen zur Relevanz der Demokratie mit einer jungen Generation wie etwa Fridays for Future oder Future2 zu diskutieren.

Auch Joseph Beuys‘ Engagement bei den „Grünen“ steht für seine Verflechtungen zum süddeutschen Raum. Als die Partei „Die Grünen“ im Januar 1980 in Karlsruhe gegründet wurde, war der Künstler als Teilnehmer des Gründungsparteitages vor Ort. Auch wenn Joseph Beuys seine eigenen politischen Vorstellungen bei den „Grünen“ nicht durchsetzen konnte, so blieb er jedoch bis zu seinem Tod Mitglied der Partei. Ab 1980 gestaltete er Wahlplakate für die Partei, die in die Produktion seiner Editionen einflossen, die auch in der Ausstellung präsentiert werden. Als Ausdruck seiner Idee der Demokratisierung von Kunst nehmen zudem auch seine vielfältigen und zahlreichen Multiples einen wesentlichen Raum in der Ausstellung ein.

: Zu den Ausstellungen ist eine umfassende gemeinsame Begleitpublikation erschienen mit zahlreichen Abbildungen und Texten von Stefanie Dathe, Marc Gundel, Rita E. Täuber, Rhea Thönges-Stringaris, Rainer Rappmann, Sabine Heilig, Wolfgang Zumdick, Lukas Beckmann, Barbara Martin, Rainer Willert sowie Kirsten Claudia Voigt, 320 Seiten, 28 €. Gerne können Sie diesen hier bestellen.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Bundeslandes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann

Mit freundlicher Unterstüzung

Im Rahmen von

In Kooperation mit

!!Aufgrund der Museumsschließung und der aktuellen Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie müssen folgende bereits angekündigte Veranstaltungen aus dem Begleitprogramm zur Ausstellung leider entfallen:

Vortrag: „Joseph Beuys und die Soziale Plastik 2021“ am 16. April

Demokratie ist lustig? Talks unter der Kuppel; European Public Sphere vom 06. bis 09. Mai 2021

Aktuelle Informationen finden Sie auch hier. Wir bitten um Beachtung und bedanken uns für Ihr Verständnis.

 

Erste Einblicke gibt es im Trailer zur Ausstellung:

 

Zum Auftakt des großen Beuys-Jubiläumsjahr sehen Sie einen SWR-Fernsehbeitrag der Sendung KUNSCHT! vom 28. Januar 2021 zur Ausstellung:

Ein Gespräch der Museumsdirektorin und Ausstellungskuratorin Stefanie Dathe mit SWR2 Kultur zu Joseph Beuys Wirken im Süden vor seinen 35jahrigen Todestag am 23. Januar 2021:

17 Kommentar(e)

  1. Rainer Rappmann

    Es ist mir eine große Ehre – aber auch Genugtuung -, mit zu dieser wunderbaren Ausstellung beitragen zu können, vgl. http://www.fiu-verlag.com

    • Friederike Pöhlmann-Grießinger

      Wir freuen uns sehr unseren beliebten Kunst-Report „Der Hut von Joseph Beuys“ über den Jahrhundertkünstler Joseph Beuys im Rahmen der Ausstellung präsentieren zu können. Das Team von KUNST UND DRAMA http://www.kunstunddrama.de,

  2. christoph silex

    Ich bin froh, daß ich Beuys mal in Düsseldorf besuchen durfte – als Künstler habe ich Ihn verehrt, und noch mehr ob seines Sozialen und Grünen Engagements – in Köln klebte ich nachts heimlich die Sonnenblumen – und seine Anthroposophie hatt mir in schweren Zeiten viel bedeutet – Danke Beuys !

  3. Roland Bentz

    Ich freue mich auf die Ausstellung.

  4. Friederike Pöhlmann-Grießinger

    Wir freuen uns sehr, im Rahmen dieser Ausstellung das Theaterstück „Der Hut von Joseph Beuys“, dem ersten und einzigen Kunst-Report über den Jahrhundertkünstler Joseph Beuys, zu präsentieren.
    Friederike Pöhlmann-Grießinger M.A. und Roland Eugen Beiküfner
    http://www.kunstunddrama.de

  5. Prof. Ludolf v. Mackensen, Mus. Dir.i.R.

    Eine vorzügliche Idee und Ausstellungsplanung, die auch anderen Orten zugute kommen sollte;
    z.B. Kassel, mit dessen documenta Beuys ja sehr verbunden war.

  6. Wolfhart Muth

    Man stellt sich heute nicht mehr vor, welche Provokationen gegenüber der Wohlstandsgesellschaft und einer selbstverliebten Politik dieser Öko-Pionier damals auslöste. Erinnern wir uns seines Einsatzes für das Ökosystem in seinem letzten Werk 7000 Eichen und in dem allerletzten, vergessenen, weil bis heute unvollendeten Werk zur Entgiftung der Hamburger Schlammfelder (von Silvia Gaus im FIU-Verlag)…

  7. Ingrid Feustel

    ich freue mich sehr diese Ausstellung besuchen zu können. Alle Begegnungen mit Josef in Achberg und Wangen sind wieder präsent. Dank an Rainer Rappmann mit seinem unermüdlichen Einsatz die Ereignisse zu dokumentieren und im Sinne Beuys neue Aktionen mit zugestalten.

  8. Manfred Mensch Mayer / Soziale Skulptur HALLERTAUER

    Die Inhalte für die Joseph Beuys stand und steht sind aktueller denn je! Beuys und Die Demokratie leben! Ich freue mich sehr auf diese Ausstellung und die umfangreiche Öffnung und Auswertung des Achberg Beuys-Archivs von Rainer Rappmann. Wir erleben einen weiteren Baustein im immerwährenden Bildungsauftrag hin zu einer Transformation zu einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft bzw. Sozialen Skulptur!

  9. Elfriede Puppe Nehls

    Eine geplant großartige – aber geschlossene – Ausstellung. Gerne habe ich mich jedoch auf dem Bildschirm mit allen Einzelheiten vertraut gemacht. Und ich erinnere mich mit Respekt an die konstruktiven Gespräche und Zusammenarbeit zwischen Joseph Beuys und Wilfried Heidt in Achberg, wo mit vielen helfenden Kräften die legendären großen Tagungen und Kongresse stattfinden konnten. Bis hin zur Entwicklung des ,Aufruf zur Alternative‘.

  10. Simon Neitzel

    Ich gratuliere der Ausstellung und den Akteuren die diese Ausstellung ermöglicht haben.
    Vielen Dank Rainer für Deine Arbeit und Dein Engagement.
    Mögen viele Menschen von der Ausstellung berührt und bewegt sein.
    Mögen viele selbst aktiv zu sein und die Frage nach der Selbstwirksamkeit mit sich tragen.
    Mögen Inspiration und Motivation zusammen kommen, demokratische und solidarische Haltungen in die Gesellschaft zu tragen, auf welchem Wege auch immer.
    Mit herzlichen Grüßen und großem Dank
    Simon Neitzel

  11. Loes Swart / Humboldt-Haus Achberg

    Ich freue mich sehr dass diese Ausstellung stattfinden kann, die Schätze von Rainer harrten lange auf dem Dachboden und waren dadurch noch nicht so viele Menschen zugänglich. Ich freue mich sehr wenn dann die Ausstellung eröffnet werden kann.

  12. Wolfgang Püschel

    Kann die Fettecke
    von BEUYS
    die Rüstungs-Spirale transformieren _______? 8.3.2021 Wolfgang Püschel/Germany

    • Andreas ULRICH

      Eine Frage braucht (wenn sie echt ist) eine Antwort. In diesem Fall ist die Antwort ein klares NEIN. Neue Frage: Ist es denkbar, dass sich die forcierte Digitalisierung, die wir jetzt erleben, als noch gefährlicher als die Rüstungsspirale herausstellen wird? Falls ja, könnte man die Frage mit dem Fettwinkel nochmal neu stellen.

  13. Wolfgang Schliemann

    Joseph Beuys´ politische Botschaft – die Wiederauferstehung von Selbstwirksamkeit – wäre während dieser Pandemie der Angst mutmachender denn je – dass sie so viele Menschen wie möglich erreichen kann, das Gebot der Stunde. Deshalb: macht die Museen auf!

  14. Rainer Rappmann, www.fiu-verlag.com

    Wolfgang Schliemann: GENAU! Ich schreib es dem Genossen Winfried Kretschmann!

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