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Di – So 11 – 17 Uhr, Do 11 – 20 Uhr

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8. Juni 2019—3. November 2019

Sachen gibt´s!

Museum in Umordnung

 

Was sammelt ein Museum? Was wollen wir dort bewahren, was ist bedeutsam für unsere Geschichte? Was ist Kunst und was kann weg?

Bis zu neunzig Prozent aller Museumssammlungen sind nicht in Ausstellungen zu sehen. In den Depots warten Kunstwerke und Objekte auf ihre Wiederentdeckung oder Restaurierung; sie wollen gepflegt, inventarisiert und erforscht werden. Lange haben sich viele Museen der Logik unterworfen, dass gezeigt wird, was bekannt und begehrt ist. Doch es lohnt sich, den Blick auch einmal auf die unscheinbaren Dinge zu richten. Auch sie sind nicht ohne Grund ins Museum gekommen und harren nun der Entdeckung.

Depots sind die Wunderkammern der Museen. Wenn sich die Türen öffnen, geht es nicht nur um das Entdecken, sondern vor allem auch um das Erhalten und Sortieren. Die Ausstellung Sachen gibt’s! versteht sich als Plädoyer für die Öffnung der Sammlungsdepots. Sie möchte dem Wiederentdecken eine Bühne bieten, Geschichten aufspüren und der Suche nach dem eigenen Selbstverständnis dienen. Denn man versteht nur, was das Museum Ulm ist, wenn man weiß, was das Museum Ulm besitzt.

In den Ausstellungen Erwarten Sie Wunder! (2017) und Warum Kunst? (2018) hat sich das Museum Ulm mit dem Sammeln und Vermitteln als zwei Kernaufgaben der musealen Arbeit befasst. In diesem Jahr steht das Bewahren im Vordergrund der großen Sommer-Ausstellung, denn im Spätsommer beginnt der Umzug sämtlicher Sammlungsbestände in ein neues zentrales Kunstdepot.

Für das Ausstellungsprojekt haben wir die Berliner Sammlungsfotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold eingeladen, in unseren Depots auf Entdeckungsreise zu gehen und die unterschiedlichsten Raritäten, Kuriositäten und Sammlungsstücke fotografisch in ein neues Licht zu rücken. Mit Humor, Hintersinn und in ungewöhnlicher Kombinatorik, in der die Epochen, Stile und Gattungen verschmelzen, sind skurrile Arrangements und inszenierte Stillleben entstanden, die zum Wundern, Staunen und Schmunzeln anregen.

Über die Arbeit der Sammlungsfotografen hinaus möchte die Ausstellung einen Blick hinter die Kulissen werfen, die Geschichte des Hauses erzählen und zum Mitmachen einladen. Begeben Sie sich auf eine Expedition in die Welt des Museums, wählen Sie Lieblingsstücke aus, verleihen Sie rätselhaften Dingen eine neue Identität, erzählen Sie von Ihren persönlichen Andenken und seien Sie gespannt, wie ein Museum riecht und klingt.

Mit freundlicher Unterstützung:

 

Der freie Eintritt wird gefördert durch:

Freunde des Ulmer Museums e.V.

 

Medienpartner:

Die Fotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold haben für ihre Fotos Dinge zusammengebracht, die sich so noch nie begegnet sind – es sei denn, in einem früheren Leben. Ihre  Bilder fordern gerade dazu auf, Geschichten zu erzählen.

In Zusammenarbeit mit der Südwest Presse veranstaltete das Museum Ulm deshalb einen Schreibwettbewerb. Die besten Geschichten wurden in diesem Sommer im „Ulmer Kulturspiegel“ abgedruckt als auch im Museum Ulm veröffentlicht.

Die Südwest Presse und das Museum Ulm bedanken sich bereits jetzt bei allen Autorinnen und Autoren für die vielen interessanten Zuschriften, von der Kurzgeschichte, zur Erzählung bis zum Gedicht.

Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre!

Ein weinseliger Schutzengel schadet nie, von Beate Kaiser, SWP 27. Juli 2019

Alles begann mit einem leisen Klicken, von Dietmar H. Herzog, SWP 01. August 2019

Die Melodie der Zahnräder, von Elisabeth Hannak, SWP 09. August 2019

Die Stunden, nachdem ich verschwand, von Silja Maria Wiedeking, SWP 15. August 2019

Zwei Pferde im Koffer, von Jörg Neugebauer, SWP 23. August 2019

Im Namen des Herrn, von Adi Hübel, SWP 29. August 2019

Der Fund meines Lebens, von Moritz Grevel, SWP 06. September 2019

Gute Reise und ein letzter Schluck, SWP 07. September 2019